Autor: Martin
Technische Abteilung für Strahllaser
Die üblicherweise für Tintenstrahldrucker verwendeten Farbmittel sind Farbstoffe und Pigmente. Der Anteil des Farbmittels liegt in der Regel zwischen 0,5 % und 10 % der Gesamttinte, wobei ein Bereich von 0,5 % bis 5 % optimal ist. Farbstoffe und Pigmente können nichtionisch, kationisch, anionisch oder eine Mischung davon sein. Chemisch betrachtet liegt der Farbstoff als einzelnes Molekül in der Tinte vor, während das Pigment aus Flocken besteht, die durch die Aggregation unzähliger Pigmentmoleküle entstehen. Wanddrucker, die Farbstoffe verwenden, bieten Vorteile wie einfache Handhabung, geringe Kosten, leuchtende Farben, vollständige Farbabstufungen und geringe Verstopfungsgefahr der Düsen.
Die Farbwiedergabe von Farbstofftinte für Wanddrucker ist besser als die von Pigmenttinte. Auf hochwertigem Untergrund erzielt man mit Farbstofftinte eine vergleichbare Qualität wie bei Silbersalzfotos. Allerdings ist die Stabilität von Farbstofftinten gering, insbesondere hinsichtlich Licht-, Dunkel-, Feuchtigkeits- und Wasserbeständigkeit. Dies liegt daran, dass einzelne Farbstoffmoleküle unter Lichteinwirkung, Feuchtigkeit und Oxidation instabil sind und leicht chemische Reaktionen auslösen, die zum Verblassen des Druckmaterials führen.
Darüber hinaus sind Farbstofftinten für Wanddrucker sehr anspruchsvoll in Bezug auf das Druckmedium und erfordern oft spezielle Trägermaterialien. Beim Drucken auf normalem Kopierpapier, das aus kreuzweise angeordneten Papierfasern besteht, die mit kolloidalen Substanzen gefüllt sind, machen die hydrophilen Faktoren der Farbstofftinte einen großen Anteil aus. Aufgrund dieser hydrophilen Faktoren dringt die Farbstofftinte leicht in die Papierfasern ein und verursacht Auslaufen, was das Druckergebnis erheblich beeinträchtigt. Pigmenttinte wurde entwickelt, um die genannten Nachteile von Farbstofftinte zu beheben. Im Gegensatz zu Farbstoffen liegen Pigmente in Pigmenttinten als Cluster unzähliger Pigmentmoleküle vor, wodurch sie eine höhere Umweltstabilität aufweisen.
Wanddruckertinten, die Pigmente als Farbmittel verwenden, weisen eine ausgezeichnete Licht-, Wasser-, Hitze- und Oxidationsbeständigkeit auf und sind weitgehend unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen. Allerdings ist die Flüssigkeitsstabilität von Pigmenttinten gering, und die Dispergierbarkeit der Pigmente kann bei längerer Lagerung zu Düsenverstopfungen führen. Aus den genannten Vor- und Nachteilen lässt sich ableiten, dass Farbstofftinte eine hohe Leistungsfähigkeit, leuchtende und gleichmäßige Farben, eine hohe Helligkeit und eine gute Farbwiedergabe bietet und sich daher besonders für den Innendruck eignet. Pigmenttinte hingegen zeichnet sich durch gute Stabilität und Haltbarkeit aus und ist daher für den Außendruck geeignet. Die meisten Lösemitteltinten der EASY PRINT CNC-Wanddrucker verwenden Pigmente als Farbmittel. Dies ist durch die Eigenschaften der Pigmente und die Marktpositionierung von Lösemitteltinten bedingt; es gibt hingegen nur wenige Lösemitteltinten, die Farbstoffe als Farbmittel verwenden.
